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Kawasaki Robotics

Robotik nimmt Kurs in Richtung Handwerk

Roboter aus der industriellen Fertigung sind heutzutage eher die Regel als die Ausnahme. In den Werkstätten von Handwerksbetrieben oder auf den Baustellen stellen sie aber definitiv eine Ausnahme dar. Noch! Um aus erster Hand zu erfahren, was die Maschinen heute im Stande sind zu leisten, haben Mitarbeiter der Handwerkskammer Südwestfalen und des bbz Arnsberg einen Blick hinter die Kulissen der Firma Kawasaki Robotics in Neuss geworfen.


Roboter fahren auf der Überholspur

Die Führung durch die Robotik-Ausstellung hatte einiges zu bieten. Neben der Besichtigung verschiedenster Roboter und Anwendungen konnten die Besucher auch selbst Hand anlegen. Bei der Bedienung wurde eines schnell klar: Sie werden immer kompakter und auch das Anlernen der zu erledigenden Prozesse wird immer einfacher.

Mit etwa 195.000 eingesetzten Robotern weltweit und rund 30.000 jährlich produzierten mechanischen Helfern zählt Kawasaki in der Industrieroboter-Szene zu den führenden Anbietern. Der Standort in Neuss ist mit seinen 80 Mitarbeitern aber nicht nur für Europa zuständig – die Geschäfte der Firma weiten sich bis in den Nahen Osten und Afrika aus.

Die Besucher aus Arnsberg gehen positiv gestimmt aus den Gesprächen mit Kawasaki raus. Nach dem gemeinsamen Austausch über Einsatzmöglichkeiten und –grenzen, Programmier- und Anlernmethoden der Roboter und auch möglichen Kosten steht das Thema Robotik ganz oben auf der Agenda der Gäste. Vor allem bei der Betriebsberatung und in der Qualifizierung von Handwerkern möchten sich Handwerkskammer und Berufsbildungszentrum künftig stärker mit den automatisierten Maschinen beschäftigen.



"Handwerk 4.0"

Dennoch, ein Roboter ist eine teure Anschaffung und mit der Technik muss man sich intensiv auseinandersetzen. Kleine Roboter, die gemeinsame Arbeit mit dem Menschen verrichten (kollaborative Roboter oder "Cobots"), werden zunehmend auch für das Handwerk interessant.

Einsatzzwecke für die teilweise Automatisierung durch Roboter könnten darin liegen, körperlich beanspruchende Tätigkeiten zu unterstützen oder auch monotone und wiederkehrende Arbeiten zu übernehmen. Zudem sind im Zuge der Digitalisierung mehr Daten vorhanden, mit denen Roboter "gefüttert" werden können. Beispiele sind das digitale Aufmaß oder Laserscanning-Methoden von Objekten.

Ihr Ansprechpartner bei der Handwerkskammer:  Andreas Pater , Tel: 02931/877-393 ("Beauftragter für Innovation und Technologie", gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages).