Ausbildungspreis 2019 Metall+Technik
HwK Südwestfalen

"Der Mitarbeiter ist das wichtigste Werkzeug!"

Egal ob Metallbau, Kfz-Mechatronik oder Landmaschinentechnik, ob Reparatur, Inspektion oder Ausrüstung – "maschinen + technik Sauerland" hat sich über die Grenzen des Sauerlandes hinaus einen Namen gemacht. Mit 15 Mitarbeitern startete Geschäftsführer Axel Griebsch 2005 in die Selbstständigkeit, heute hat die Firma alleine acht Auszubildende.

Zusammen mit drei weiteren Unternehmen ist m+t Sauerland nun für den vierten Ausbildungspreis der Handwerkskammer Südwestfalen, in der Kategorie "Soziale Verantwortung", nominiert. Über die Nominierungsurkunde kann sich der Betrieb jetzt schon freuen. Ob das Team auch über die Trophäe und die 2.000€ Preisgeld, gestiftet von den Sparkassen Südwestfalen, triumphieren kann, wird erst am 20. September zum "Treffpunkt Handwerk" entschieden.

 

Die Ressource Mensch

Vor allem durch seine Mitarbeiter kann das Unternehmen überzeugen. "Mir ist wichtig, dass die Azubis direkt merken: Du hast hier Chancen", macht Griebsch seine Philosophie deutlich. Mit derzeit über 40 Beschäftigten und acht Azubis bildet der Maschinentechnik-Spezialist ein starkes Team. Seit 2005 wurden bereits 32 junge Leute in dem Betrieb ausgebildet. Besonders die Prüfungsergebnisse der Azubis können sich sehen lassen – gute Noten sind bei den Lehrlingen des Betriebs Programm. Sogar einen Innungsbesten konnte das Unternehmen schon hervorbringen.

"Der Mitarbeiter ist das wichtigste Werkzeug, das wir haben", schwärmt der Kfz- und Baumaschinenmeister. "Wenn mein Team geht, dann kann ich auch gehen." Und er bildet aus, damit die Mitarbeiter bleiben. Sein erster Auszubildender aus dem Jahr 1988 ist nach wie vor im Betrieb tätig. "Wir brauchen wirklich Fachkräfte. Es lohnt sich, in die Ressource Mensch zu investieren."

 

LKW-Führerschein und Meistertitel obendrauf

Der Unternehmer investiert in seine Fachkräfte. Da die Azubis viel mit Nutzfahrzeugen in Berührung kommen, bezahlt Griebsch ihnen den nötigen Führerschein. "Das gehört doch mit zur Ausbildung", ist seine klare Meinung dazu.

Auch nach der Ausbildung sieht der Schmallenberger seine Mitarbeiter als Kapital. "Meine ehemaligen Azubis sind in der ganzen Welt unterwegs. Ihnen stehen alle Türen offen." So auch der Meistertitel, den der Betrieb teilweise übernimmt. "Und es ist toll zu sehen, wie sich die Menschen entwickeln. Wir können davon nur profitieren: Irgendwann sollen sie ja für uns Geld verdienen", verrät der Geschäftsführer.

 

Aktiv gegen den Fachkräftemangel

Gegen den Fachkräftemangel arbeitet das Unternehmen direkt an. Auf den eigenen Facebook- und Instagram-Kanälen zeigt der Betrieb, was alles so dazugehört. "Dort sieht man direkt unsere Vielseitigkeit. Außerdem ist die Hemmschwelle geringer", weiß Mitarbeiterin Denise Strauß. Aber das Team tut noch mehr: Teilnahme am "Girls‘- und Boys‘- Day", Auftritt auf Ausbildungsmessen und enge Zusammenarbeit mit der nahegelegenen Hauptschule. "Bevor jemand eine Ausbildung bei uns macht, muss immer ein zweiwöchiges Praktikum absolviert werden. Es müssen sich beide sicher sein", betont Griebsch. "Aber ich gebe jedem Menschen eine Chance, egal wo er herkommt. Meine Tür steht immer offen."

Die vier nominierten Betriebe in der Kategorie "Soziale Verantwortung" müssen sich jetzt noch etwas gedulden. Die Trophäe gibt es am 20. September im bbz Arnsberg. Bis dahin freuen sich alle über die Urkundenübergabe: Michael Kuhlmann, Werkstattmeister Baumaschinen, Geschäftsführer der Handwerkskammer Fabian Bräutigam, Axel Griebsch, Geschäftsführer m+t Sauerland, Sparkassendirektor der Stadtsparkasse Schmallenberg Dietmar Bellinger, Marius Biskoping, Vertrieb, und Leiter Ausbildungswesen der HwK Rüdiger Schnüttgen.