Rottler_Nominierung
HwK Südwestfalen

20 neue Azubis gehen am 1. August an den Start

Positiver kann eine Firmenphilosophie kaum sein, wenn sie auf Glücklich-Werten basiert. Dahinter stecken beispielsweise Leidenschaft, Kompetenz, Leistung, Identifikation, Charakter und Humor. Bei Rottler Brillen + Hörgeräte sind das gelebte Werte, die sich auch in einer beachtlichen Ausbildungsleistung widerspiegeln.

165 Lehrlinge seit 1981, aktuell lernen 33, in diesem Jahr kommen 20 weitere hinzu. Das ist einer der guten Gründe, warum sich die Jury des Ausbildungspreises der Handwerkskammer Südwestfalen dafür entschieden hat, das Optik- und Akustikunternehmen in der Kategorie "Ehrenpreis" zu nominieren.

Die Urkunde überreichte jetzt Fabian Bräutigam, Geschäftsführer der Handwerkskammer, an Personalleiter Alexander Weinand. Als Vertreter der Signal Iduna Versicherung, die den mit 2000 Euro dotierten "Ehrenpreis" gestiftet hat, war Thomas Koßmann nach Arnsberg-Neheim gekommen. Für diesen Preis hat die Jury vier Betriebe aus dem Kammerbezirk nominiert.

 

20 neue Ausbildungsverträge

Die beachtliche Zahl von 20 Ausbildungsverträgen in diesem Jahr ist für den Personalchef eine Investition in die Zukunft: "In drei Jahren haben wir keine Personalprobleme." Die Auszubildenden bleiben dem Unternehmen verbunden, gibt es doch eine fast 100prozentige Übernahme. Die Grundlage dafür legt das Ausbildungskonzept, das sich aus vielerlei Maßnahmen zusammensetzt:

In einer eigenen Ausbildungswerkstatt in Wickede kommen alle Azubis der Augenoptik jeden Monat während der Arbeitszeit zusammen, um ihre praktischen Kenntnisse zu vertiefen. Vor den Prüfungen sind sie konstant vor Ort. Hinzu kommen verschiedene interne und externe Schulungen wie Verkaufsseminare oder Farb- und Stilberatung. Auch Exkursionen stehen auf dem Programm. Der Berufsstart beginnt zudem mit einem Azubi-Tag zum Kennenlernen. In diesem Jahr geht es an den Möhnesee. Aber nicht nur der Nachwuchs wird in besonderem Maße fachlich gefördert, sondern auch die Ausbilder.

 

iPad-Klasse als Anreiz

Für die Nachwuchswerbung sorgen verschiedene Maßnahmen: In einem Azubi-Blog berichten die Junghandwerkerinnen und -handwerker von ihrer Ausbildung, desweiteren sind sie als Ausbildungsbotschafter, geschult und koordiniert von der Handwerkskammer, unterwegs. Plakate in den Schaufenstern und Werbung auf den Monitoren in den Filialen wecken ebenfalls Aufmerksamkeit. "Ein besonderer Anreiz ist die iPad-Klasse", berichtet Personalreferentin Julia Schulte, und weist damit auch auf moderne Lernmethoden hin. Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung darf das iPad behalten werden.

Schließlich ist es aber auch die persönliche Bindung, die zählt: Dafür sorgen Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke, ein Firmenfest oder das Angebot zur betrieblichen Altersvorsoge.



Fortbildung: Ja, bitte!

Die bestandene Abschlussprüfung ist ein Meilenstein, danach gilt es, sich neue Ziele zu setzen, das ist auch in den regelmäßigen Mitarbeitergesprächen ein Thema: "Für Fortbildungswünsche haben wir stets ein offenes Ohr", betont Alexander Weinand. Finanzielle Unterstützung gibt es beispielsweise für den Besuch der Meisterschule.

Ob Brillen Rottler das Rennen in der Wettbewerbskategorie "Ehrenpreis" macht, wird erst am 20. September verraten. Beim "Treffpunkt Handwerk", dem Jahresempfang der Handwerkskammer, im bbz Arnsberger werden die Sieger prämiert.

Strahlende Gesichter gab es bereits bei der Übergabe der Nominierungsurkunde: Fabian Bräutigam, Geschäftsführer der HwK Südwestfalen, Personalleiter Alexander Weinand, Ausbildungsleiter Oliver Delisle, Personalreferentin Julia Schulte, Thomas Koßmann von der Signal-Iduna sowie Rüdiger Schnüttgen, Leiter Ausbildungswesen HwK Südwestfalen. (v. l.)